top of page

RATGEBER

BAFA-Förderung für Unternehmensberatung: Ich übernehme den Antrag für dich

Du möchtest dein Unternehmen weiterentwickeln und dafür eine professionelle Beratung nutzen? Mit dem BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ können kleine und mittlere Unternehmen einen Zuschuss zu den Beratungskosten erhalten.

Für Unternehmen in Bayern beträgt der Zuschuss aktuell 50 % der förderfähigen Beratungskosten. Berücksichtigt werden höchstens 3.500 Euro Beratungskosten; der maximale Zuschuss liegt damit bei 1.750 Euro.

Wer kann die Förderung nutzen?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen, die die geltende KMU-Definition erfüllen. Grundsätzlich bedeutet das: weniger als 250 Beschäftigte und entweder höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder höchstens 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme. Bei der Einstufung können auch verbundene Unternehmen eine Rolle spielen.

Auch junge Unternehmen können die Förderung nutzen, sobald sie gegründet sind. Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch kein Jahr bestehen, müssen zusätzlich ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner führen.

Welche Beratung wird gefördert?

Gefördert werden individuelle, konzeptionelle Beratungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Dabei geht es darum, deine unternehmerische Situation zu analysieren, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln und gemeinsam die nächsten Schritte festzulegen.

Ich kümmere mich um die Antragstellung

Viele Unternehmer scheuen den Antrag, weil das Verfahren und die nötigen Unterlagen aufwendig wirken. Ich kann die Antragstellung und die weitere Abwicklung mit einer Vollmacht für dich übernehmen. Du musst mir dafür die erforderlichen Angaben und Unterlagen zur Verfügung stellen und die nötigen Erklärungen selbst unterschreiben. Das antragstellende Unternehmen bleibt gegenüber dem BAFA für die Angaben und die Voraussetzungen verantwortlich. Das BAFA stellt dafür ein Vollmachtsformular bereit.

Wichtig: Der Antrag muss gestellt werden, bevor der Beratungsvertrag unterschrieben oder mit der Beratung begonnen wird. Erst nach dem BAFA-Informationsschreiben darf die Beratung starten. Eine nachträgliche Förderung bereits begonnener Beratungen ist ausgeschlossen. Nach Abschluss der Beratung muss das Unternehmen die Unterlagen einreichen und die Beratungskosten vollständig bezahlt haben, um den Zuschuss nachzuweisen.

So läuft es ab

  1. Wir klären, ob dein Unternehmen die KMU-Kriterien erfüllt und welcher Beratungsbedarf besteht.

  2. Ich bereite den Antrag vor und übernehme die Antragstellung mit deiner Vollmacht.

  3. Wir warten das Informationsschreiben der Leitstelle ab.

  4. Erst danach schließen wir den Beratungsvertrag und beginnen mit der Beratung.

  5. Nach Abschluss reiche ich mit dir die erforderlichen Nachweise ein.

Gründungszuschuss beantragen: Voraussetzungen, Ablauf und fachkundige Stellungnahme

 

Du möchtest dich selbstständig machen und beziehst Arbeitslosengeld I? Der Gründungszuschuss kann den Start in die Selbstständigkeit unterstützen. Damit dein Vorhaben geprüft werden kann, brauchst du unter anderem einen überzeugenden Businessplan, eine nachvollziehbare Finanzplanung und eine fachkundige Stellungnahme zur Tragfähigkeit deiner Geschäftsidee.

 

Wichtig, bevor du kündigst

 

Wenn du dein Arbeitsverhältnis selbst kündigst, um dich anschließend selbstständig zu machen, kann das den Gründungszuschuss gefährden. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt, dass eine Förderung in diesem Fall in der Regel nicht möglich ist, weil du die Arbeitslosigkeit selbst herbeiführst. Eine mögliche Sperrzeit ist also nicht der einzige Punkt, den du beachten musst. Sprich unbedingt mit deiner Vermittlungsfachkraft, bevor du kündigst oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibst.

 

Welche Voraussetzungen gelten?

 

Grundsätzlich musst du bei Beginn deiner hauptberuflichen Selbstständigkeit Arbeitslosengeld I beziehen und noch mindestens 150 Tage Anspruch darauf haben. Außerdem prüft die Agentur für Arbeit, ob du die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für dein Vorhaben mitbringst und ob deine Geschäftsidee tragfähig erscheint. Einen automatischen Anspruch auf den Zuschuss gibt es nicht; die Agentur entscheidet im Einzelfall.

 

Was ist eine fachkundige Stellungnahme?

 

Für den Antrag brauchst du die Einschätzung einer fachkundigen Stelle, dass dein Vorhaben tragfähig ist. Dafür werden typischerweise dein Businessplan, deine Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplanung sowie deine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau geprüft. Auch dein Lebenslauf und Nachweise deiner Qualifikation können wichtig sein.

 

Als Unternehmensberater erstelle ich fachkundige Stellungnahmen zur Tragfähigkeit von Gründungsvorhaben. Ich prüfe mit dir, ob Geschäftsidee, Markt, Planung und Zahlen schlüssig zusammenpassen. Die Agentur für Arbeit trifft anschließend ihre eigene Entscheidung über den Zuschuss.

 

Bereite dich auf das Gespräch bei der Agentur für Arbeit vor

 

Schon im ersten Gespräch können Fragen zu deiner Geschäftsidee, deiner Motivation und deiner Planung aufkommen. Du solltest verständlich erklären können, was du anbieten möchtest, wer deine Kunden sind und wie du mit deinem Vorhaben deinen Lebensunterhalt sichern willst.

 

Eine einstudierte Geschichte hilft dabei nicht. Wichtig ist, dass deine Antworten ehrlich, plausibel und mit deinem Businessplan und deiner Finanzplanung vereinbar sind. In der Beratung können wir mögliche Fragen gemeinsam durchgehen und deine Planung verständlich auf den Punkt bringen.

 

So gehst du vor

 

  1. Sprich zuerst mit deiner Vermittlungsfachkraft und kläre, ob der Gründungszuschuss für dich infrage kommt.

  1. Arbeite dein Gründungsvorhaben aus: Geschäftsidee, Zielgruppe, Markt, Kundengewinnung und Finanzplanung.

  1. Lass die Tragfähigkeit prüfen und hole die fachkundige Stellungnahme ein.

  1. Stelle den Antrag vor Aufnahme deiner hauptberuflichen Selbstständigkeit.

 

Ich unterstütze dich bei der Vorbereitung

 

Ein tragfähiges Vorhaben muss verständlich beschrieben und realistisch geplant sein. Ich unterstütze dich bei der Ausarbeitung deines Businessplans und deiner Finanzplanung und erstelle die fachkundige Stellungnahme für deinen Antrag.

 

Du möchtest wissen, welche nächsten Schritte für dein Vorhaben sinnvoll sind?

[Schreib mir eine Nachricht – wir besprechen deine Gründung und die passende Vorbereitung.]

Businessplan erstellen: Was wirklich hineingehört

Ein Businessplan ist mehr als ein Dokument für die Bank oder eine Förderstelle. Er hilft dir, deine Geschäftsidee gründlich zu durchdenken: Wer soll dein Angebot kaufen? Wie erreichst du diese Kunden? Und reichen die geplanten Einnahmen aus, um deine Kosten zu decken?

Ein guter Businessplan beschreibt dein Vorhaben verständlich und zeigt, dass deine Planung nachvollziehbar ist. Welche Schwerpunkte wichtig sind, hängt auch davon ab, ob du zum Beispiel eine Finanzierung beantragst oder den Plan vor allem für dich selbst erstellst. Typische Bestandteile sind Geschäftsidee, Markt und Wettbewerb, Marketing und Vertrieb, Organisation sowie die Finanzplanung.

1. Beschreibe deine Geschäftsidee

Erkläre, welche Produkte oder Dienstleistungen du anbieten möchtest und welches Problem du damit löst. Beschreibe den Nutzen aus Sicht deiner Kunden. Was macht dein Angebot besonders? Und warum sollten Kunden gerade bei dir kaufen?

2. Zeige, für wen dein Angebot gedacht ist

„Alle“ sind selten eine hilfreiche Zielgruppe. Überlege möglichst konkret, wer deine Kunden sind, wo du sie erreichst und welchen Bedarf sie haben. Sieh dir auch an, welche Wettbewerber es gibt und wie sich dein Angebot von deren Angeboten unterscheidet.

3. Erkläre, wie du Kunden gewinnen möchtest

Beschreibe, wie Interessenten von deinem Angebot erfahren und wie aus ihnen Kunden werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel Preise, Vertriebskanäle, Werbung und persönliche Kontakte. Wichtig ist, dass deine geplanten Maßnahmen zu deiner Zielgruppe und deinem Budget passen.

4. Plane die Zahlen realistisch

Der Finanzteil sollte zeigen, wie viel Geld du für den Start brauchst, welche laufenden Kosten entstehen und welche Umsätze du erwartest. Dazu gehören typischerweise Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplanung, Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsplanung. Schätze deine Zahlen nicht einfach optimistisch: Begründe, wie du auf sie kommst, und plane auch mögliche Anlaufschwierigkeiten ein.

5. Nutze den Plan als Arbeitsgrundlage

Ein Businessplan sollte dir bei Entscheidungen helfen und im Alltag Orientierung geben. Wenn sich deine Annahmen ändern, kannst du die Planung anpassen. So bleibt der Plan nützlich – auch nachdem die Gründung erfolgt ist.

Mein Tipp: Beginne nicht mit der Formatierung, sondern mit den Fragen hinter dem Vorhaben: Welchen konkreten Bedarf erfüllst du? Wie erreichst du deine Kunden? Und tragen deine Zahlen das Geschäftsmodell?

Du möchtest deinen Businessplan aufbauen oder deine Geschäftsidee auf Tragfähigkeit prüfen? Ich unterstütze dich dabei, dein Vorhaben Schritt für Schritt zu strukturieren – von der Zielgruppe und Positionierung bis zur Finanzplanung.

Di

bottom of page